Meldungen aus dem Bezirksverband Oberpfalz

Gemeinsam für den Frieden

Kriegsgräbersammlung 2022 in der Oberpfalz

Tatkräftige Unterstützung für die Haus- und Straßensammlung in Regensburg leisten Soldaten der Bundeswehr aus Oberviechtach. Von links nach rechts: Hauptgefreiter Marcel Weber, Stabsgefreiter Steve Max, Unteroffizier (FA) Philipp Rettenberger, Bezirksgeschäftsführer Dr. Dario Vidojković (Bezirksverband Oberpfalz), Unteroffizier (FA) Benjamin Blasius und Gefreiter Niklas Heinze. Sabine Golm/Volksbund

Im Zeitraum von Freitag, 14. Oktober, bis Dienstag, 1. November 2022, findet die Sammlung zugunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. auch wieder auf dem Gebiet des Bezirksverbandes Oberpfalz statt. An Allerheiligen findet dann u. a. auf den Regensburger Friedhöfen und am Domplatz die Prominentensammlung statt. Dazu angemeldet haben sich schon Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die Stadträtin Bernadette Dechant, Hauptmann Andreas Grimminger vom ZAW sowie der Kreisvorsitzende für Regensburg-Stadt Dr. med. Theophil Schindler und der Regenstaufer Marktrat Hauptmann a. D. Fred Wiegand. Gesammelt wird dann u. a. an den Eingängen zu den Friedhöfen am Oberen und Unteren Katholischen Friedhof, dem Evangelischen Zentralfriedhof sowie am Dreifaltigkeitsberg. Unterstützt wird die Sammlung an Allerheiligen traditionell auch von Soldaten des ZAW. Die Stadt Regensburg hat dankenswerterweise die freundliche Erlaubnis zum Sammeln im Stadtgebiet erteilt.

Von Montag, den 17. Oktober 2022, an sammeln Soldaten der Bundeswehr aus Oberviechtach im Rahmen der Haus- und Straßensammlung im Regensburger Stadtgebiet für den Volksbund. Die Oberviechtacher Soldaten werden bis Donnerstag, den 20. Oktober 2022 sammeln, und dann erneut von Montag, den 24. Oktober bis Donnerstag, den 27. Oktober 2022. Auch in anderen oberpfälzer Städten und Gemeinden wird sich traditionsgemäß die Bundeswehr wie immer bei der jährlichen Sammlung engagieren, wie an den Standorten in Cham, Roding, Weiden, Grafenwöhr sowie auch in Amberg-Kümmersbruck. Hinzu kommen die vielen eifrigen Sammlerinnen und Sammler der verschiedenen Soldaten- und Reservistenkameradschaften, die sich ebenfalls an der Sammlung in bewährter Weise beteiligen werden. Der Bezirksgeschäftsführer des Bezirksverbandes Oberpfalz Dr. Dario Vidojković appelliert eindringlich an die Bevölkerung mit ihren Spenden die Friedensarbeit des Volksbundes weiterhin zu unterstützen, die heute wichtiger ist denn je.

Denn die anhaltende Corona-Pandemie und ihre Folgen sowie auch der grausame Krieg in der Ukraine stellen den Volksbund als gemeinnützige, zu zwei Dritteln auf Spenden angewiesene Organisation auch in diesem Jahr wieder vor besondere Herausforderungen. Dies gilt insbesondere bei der landesweiten Sammlung. Die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen finden Anwendung. Die ehrenamtlichen Helfer haben Hygiene-Hinweise für die Sammlung erhalten. Es gilt das Motto „Sammeln, aber sicher“!

Mit dem Erlös werden die Kriegsgräber sowohl weltweit als auch in Bayern gepflegt und erhalten. Soldatengräber und Kriegsgräberstätten dokumentieren die Kriege des 20. Jahrhunderts, und den Worten Albert Schweitzers gemäß sind sie für kommende Generationen stumme Mahner für den Frieden. Sie sind nicht nur Zeugnisse der Geschichte, sondern sie bilden zugleich auch das Fundament unserer heutigen europäischen Ordnung, die auf Gleichberechtigung, Partnerschaft und Ausgleich sowie auf Frieden und Versöhnung aufbaut. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hat daran mitgewirkt und setzt sich auch weiterhin, getreu unserem Motto „Gemeinsam für den Frieden“, für Frieden und Demokratie ein. Frieden und Demokratie sind heute wichtiger und eindringlicher als je zuvor, nicht zuletzt wegen des neuerlichen Krieges auf europäischem Boden, in der Ukraine.

In Bayern ruhen heute mehr als 166.000 Kriegstote auf Kriegsgräberstätten – darunter gefallene Soldaten und Polizisten, zivile Bombenopfer, Opfer der NS-Gewaltherrschaft sowie Opfer von Flucht und Vertreibung, und viele davon stammten auch aus der Region. Auch über 77 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges werden immer noch Kriegstote geborgen und würdig bestattet. Seit 1989 wurden fast eine Million Kriegstote in Ost-, Mittel- und Südosteuropa geborgen. Viele von ihnen können identifiziert und die Angehörigen benachrichtigt werden. Parallel dazu wird die Gräberdatenbank auf volksbund.de ständig erweitert. Aktuell umfasst sie über 4,828 Mio. Verlustmeldungen. Jeder Name steht für ein Kriegsschicksal und damit auch für ein Familienschicksal.

Der Volksbund wurde 1919 durch Heimkehrer, Witwen und Hinterbliebene ins Leben gerufen. Er ist damit eine der ersten Bürgerinitiativen in Deutschland. Derzeit pflegt die Organisation in 46 Ländern auf 832 Kriegsgräberstätten die Gräber von über 2,8 Millionen Toten beider Weltkriege. Text: Dr. Dario Vidojković

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