Das langjährige Mitglied im Beirat des Bezirksverbandes Oberpfalz im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Domprälat i. R. Josef Grabmeier, ist am 8. Dezember 2025 im Alter von 98 Jahren verstorben. 73 Jahre seines Lebens war Grabmeier Priester und damit der dienstälteste Priester der Regensburger Diözese, wie es in dem Schreiben des Bistums Regensburg anlässlich des Ablebens des Domprälaten Grabmeier heißt.
Josef Grabmeier wurde am 23. Juli 1927 in Höfen in der Pfarrei Teisbach (Landkreis Dingolfing-Landau/Niederbayern) geboren. 1938 trat er in das Bischöfliche Studienseminar Straubing ein. 1943, als damals erst sechzehnjähriger Bub, wurde er in den Kriegsdienst eingezogen. Grabmeier erlebte die Zeit der Luftangriffe auf Regensburg im Jahr 1943, wo er als Flakhelfer bei der Luftverteidigung der Stadt eingesetzt war. Als gefragter Zeitzeuge sprach er auf dem Staatsempfang in München am 16. Dezember 2019, anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung des Volksbundes, und auch beim Gedenken an das 76. Kriegsende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 2021, auf der Kriegsgräberstätte des Volksbundes auf dem Oberen Katholischen Friedhof II in Regensburg.
Wie er das Kriegsende 1945 damals erlebte, hat er bei dieser Gelegenheit in nachdenklichen Worten geschildert, die es hier nochmals verdienen wiedergegeben zu werden: „Die Erfahrungen und das Ende des Zweiten Weltkrieges haben uns allen und auch den folgenden Generationen einen Stempel aufgedrückt. Die den Krieg erlebt haben, wenn auch nur in den letzten Monaten, sehen das Leben mit anderen Augen und sehen eine Verpflichtung dies nie mehr zu vergessen und in die weitere Zukunft hinein weiterzugeben. Der 8. Mai 1945 muss immer wieder ein neues Erwachen bringen, kein Vergessen und ‚kein Ende für die gewonnenen Erfahrungen‘.