Meldungen aus dem Bezirksverband Oberpfalz

"Stumme Zeugen sind uns eine Mahnung"

Staatsministerin Ulrike Scharf und Volksbund danken für die Unterstützung der Kriegsgräbersammlung 2021

Das Logistikbataillon 472, Kümmersbruck, hier vertreten durch Oberstleutnant Marco Pilhofer (Vierter von rechts) und Stabsbootsmann Enrico Ritz (Dritter von rechts), engagiert sich für den Volksbund und wurde im Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales ausgezeichnet. Bezirksvorsitzender Regierungspräsident a.D. Axel Bartelt (Dritter von links) und Bezirksgeschäfsführer Dr. Dario Vidojković dankten für die Unterstützung. Volksbund / Fischer

Dank der großzügigen Spenden aus der Bevölkerung konnten bei der Haus-, Straßen- und Friedhofssammlung 2021 des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Bayern ein Ergebnis von 1,682 Millionen Euro erzielt werden. Anlässlich eines Empfanges im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales am 18. Mai 2022 in München würdigten Staatsministerin Ulrike Scharf, der Stellvertretende Kommandeur im Landeskommando Bayern, Oberst Knuth Jung, der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Soldaten-, Reservisten- und Traditionsverbände in Bayern, Generalmajor a.D. Jürgen Reichardt und der Vorsitzende des Volksbund-Landesverbandes, Regierungspräsident a.D. Wilhelm Wenning, die hervorragende Hilfe seitens der Bundeswehr, der Reservisten und vieler Altgedienter bei der Sammlung. Darüber hinaus wurde deren Engagement bei der Gedenkkerzen-Aktion, Jugendlagern, Arbeitseinsätzen auf deutschen Soldatenfriedhöfen im In- und Ausland und am Volkstrauertag gelobt.

Staatsministerin Ulrike Scharf spannte einen Bogen zum Krieg in der Ukraine: Derzeit spüren wir wie nie zuvor, was es bedeutet, das Andenken an Menschen zu bewahren, die Krieg und Gewalt zum Opfer gefallen sind. Die Millionen stummen Zeugen in Europa sind uns eine Mahnung. Ja, wir könnten an der Frage verzweifeln, ob die jahrzehntelange Erinnerungsarbeit an all die Kriegstoten überhaupt etwas gebracht hat. Aber wir verzweifeln nicht. Ganz im Gegenteil: Wir sind stark. Weil etwas stärker ist als Krieg: „Gemeinsam für den Frieden“.

Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 (Neuburg an der Donau), das Panzergrenadierbataillon 112 (Regen), die Universität der Bundeswehr und die  Sanitätsakademie der Bundeswehr (beide München), die ZAW Betreuungsstelle (Hof) sowie das Logistikbataillon 472 (Kümmersbruck) und das Logistikbataillon 467 (Volkach) konnten als Zeichen des Dankes stellvertretend für ihre Kameradinnen und Kameraden eine gerahmte Großaufnahme der deutschen Kriegsgräberstätte Halbe entgegennehmen. Auf dem Waldfriedhof Halbe mit seinen elf großen Grabfeldern ruhen heute rund 24.000 Tote der Kesselschlacht von Halbe in den letzten Apriltagen 1945 – neben Soldaten und Zivilpersonen auch andere Opfergruppen, darunter sowjetische Zwangsarbeiter und Tote des NKWD-Speziallagers Ketschendorf.
Als Zeichen der Verbundenheit und des Dankes für die Unterstützung überreichte Volksbund-Landesvorsitzender, Regierungspräsident a.D. Wilhelm Wenning, die Großaufnahme auch als Zeichen des Danks an Ministerin Ulrike Scharf sowie an das Landeskommando Bayern, die Arbeitsgemeinschaft der Reservisten-, Soldaten- und Traditionsverbände in Bayern, die Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV), den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) und den Bayerischen Soldatenbund 1874 (BSB). Mit sehr persönlichen Worten dankte BSB-Präsident Oberst a.D. Richard Drexl, dessen Onkel auf der Kriegsgräberstätte Halbe ruht.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde 1919 durch Heimkehrer und Hinterbliebene des Ersten Weltkrieges gegründet. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Bildung und Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

 

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