Meldungen aus dem Landesverband

Oberpfälzer beim Volkstrauertag in Berlin

Delegationsfahrt des Bezirksverbands Oberpfalz

Die zentrale Veranstaltung des Volkstrauertages im Deutschen Bundestag in Berlin stand dieses Mal unter einigen bedeutsamen Vorzeichen. Mehrere bedeutende historische Ereignisse machten diese Veranstaltung zu einer besonderen. So begeht in diesem Jahr der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sein hundertjähriges Bestehen. Hinzu kommen der Mauerfall vor dreißig Jahren sowie der Überfall NS-Deutschlands auf Polen vor 80 Jahren, womit am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg ausgelöst wurde. Insbesondere dieses Ereignis war dann auch eines der zentralen Themen bei der Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Bundestag, wo es um die deutsch-polnische Versöhnung und Freundschaft ging. Festredner war Rafał Dutkiewicz, von 2002 bis 2018 Bürgermeister von Breslau. Es sangen Chöre aus Deutschland und Polen. Die Gedenkstunde eröffnete der Präsident des Volksbundes, General a.D. Wolfgang Schneiderhan, das Totengedenken trug Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Schirmherr des Volksbundes, vor. Unter den geladenen Gästen befanden sich auch die Spitzen des Staates, wie Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki und Bundesratspräsident Dietmar Woidke, Ministerpräsident Brandenburgs sowie Alt-Bundespräsident Horst Köhler mit seiner Gattin.


An dieser wahrlich denkwürdigen Veranstaltung nahmen nun auch zwanzig Oberpfälzer teil. Der Bezirksverband Oberpfalz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. organisierte eine Delegationsfahrt nach Berlin. Ermöglicht wurde diese Fahrt durch den Vizepräsidenten des Volksbundes, den Amberg-Sulzbacher Landrat Richard Reisinger. Reisinger engagiert sich schon seit Jahren in herausragender Weise für den Volksbund, so war er von 2006 bis 2008 stellvertretender Bundesjugendausschussvorsitzender, von 2008 bis 2014 Bundesjugendausschussvorsitzender und seit 2014 ist er einer der beiden Vizepräsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Bezirksverbandspräsident des Bezirksverbandes Oberpfalz, Regierungspräsident Axel Bartelt, war der Leiter der Delegation. Der Bezirksgeschäftsführer des Bezirksverbandes, Dr. Dario Vidojković, kümmerte sich als Delegationsführer um alles Organisatorische die Reise betreffend. Auch erklärte er auf der Fahrt nach Berlin historische Hintergründe und verwies auf den Umfang der Aufgaben und die Tätigkeitsfelder des Volksbundes. Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dieser besonderen Fahrt nach Berlin sollte einen möglichst repräsentativen Querschnitt aus dem Bezirksverband Oberpfalz abbilden. So nahmen an der Fahrt langjährige, sehr engagierte Sammlerinnen und Sammler sowie Ehrenamtliche, die sich besonders um die Kriegsgräberpflege kümmern, teil: die Regensburger Stadträtin Bernadette Dechant, der Regenstaufer Marktrat Hauptmann a.D. Fred Wiegand, der stellvertretende Bezirksverbandspräsident Abteilungsdirektor a.D. Richard Glombitza, als Repräsentant der Panzerbrigade 12 in Cham Oberst Markus Vollmann, der in Regensburg geborene Oberstabsgefreite Mario Hof, der 1. Vorsitzende des KSV Zeitlarn August Baier, Hubert Magdas (Lappersdorf), Gabriele und Gerd Wennicke (Amberg), Anna Maria und Hermann Trenz (Auerbach), Josef Kahn (Berngau), und Christoph Vetter (Pettendorf). Mit dabei waren auch fünf Jugendliche des Europäischen Jugendprojektes Oberpfalz (EJPO): Hanna Wisneth (Freihung), Judith Lehner (Kümmersbruck), Alexander Fenk, Timo Häusler (beide aus Freihung), und Markus Büttner (Regensburg).


Wie Bezirksverbandspräsident Axel Bartelt in seiner Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erklärte, stellt diese Delegationsfahrt ein Dankeschön des Bezirksverbandes der Oberpfalz für das bisher geleistete bedeutende Engagement für den Volksbund dar, durch welches die oben genannten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun schon seit Jahren die Arbeit des Volksbundes in so vorbildlicher Weise unterstützen. Zugleich empfanden es alle als eine große Ehre an dieser Fahrt teilzunehmen.


Vor Beginn der Veranstaltung im Bundestag erhielten die Oberpfälzer, viele davon das erste Mal in Berlin, während einer Stadtrundfahrt die Gelegenheit, einige zentrale Orte der Hauptstadt zu sehen, wie das Brandenburger Tor, Schloss Bellevue oder die Neue Wache. Im Bundestag kam es dann anschließend zu einer persönlichen Begegnung mit Landrat Richard Reisinger, der jeden der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzeln begrüßte und sich sichtlich erfreut über die Anwesenheit „seiner“ Oberpfälzer bei der Gedenkstunde in Berlin zeigte. Nach einer sehr bewegenden Gedenkstunde, auf der u. a. der ehemalige Kriegsteilnehmer und Zeitzeuge Heinrich Pankuweit (94) sprach, gab es anschließend einen Empfang im dritten Stock des Reichstagsgebäudes, zu dem der Präsident des Volksbundes Wolfgang Schneiderhan geladen hatte. Für ein gemeinsames Gruppenfoto gesellte er sich zu der Oberpfälzer Delegation hinzu. Am nächsten Tag ging es für die Oberpfälzer dann wieder zum Bundestag. Hier stand ein Informationsbesuch im Bundestag mit dem Besuch der Reichstagskuppel auf dem Programm, ebenso wie ein Gespräch mit Armin Mattes, dem Referenten der Oberpfälzer Bundestagsabgeordneten Dr. Astrid Freudenstein. Nach einer Stärkung im Paul-Löbe-Haus ging es dann schließlich wieder zurück in Richtung Heimat. Übrig bleiben werden sicherlich zahlreiche und vor allem besondere Eindrücke von der deutschen Hauptstadt, der Gedenkveranstaltung im Bundestag sowie den Treffen und gemeinsamen Gesprächen. Und die gemeinsame Einsicht aller, dass Frieden und Versöhnung keine Alternative haben, und dass es sich mehr als lohnt mutig für den Frieden einzutreten!  Text: Dr. Dario Vidojković

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